Geschichtliches Lotto 6 aus 49

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Lottozahlen – ein Spiel mit Tradition und Geschichte

Glückszahlen, mit der Chance auf ein besseres Leben, werden bereits seit über 500 Jahren getippt. Verbunden mit dem großen Glauben an einen hohen Gewinn, der ganz neue Horizonte eröffnet, pilgern Menschen also schon seit mehreren hundert Jahren zu den entsprechenden Annahmestellen. Es gibt sogar exakte Überlieferungen aus dem Jahr 1445. Auch damals wurden schon Zahlen gezogen, die einige Gewinner glücklich machten.

Natürlich war die Organisation nicht einfach, auch die Erstellung eines exakt ausgearbeiteten Einzahlungs- und Auszahlungsplans war es nicht.  Deshalb haben diese Aufgaben zumeist die staatlichen Organe und ihre Oberhäupter übernommen, damit ein funktionierendes Lottospiel gewährleistet war. In erster Linie aber nicht zum Wohle der Untertanen, sondern zur Sicherung der Pfründe.

Burg
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Geschichtliches

Herzöge, Kurfürsten und Könige nutzten schon damals das Glücksspiel, um die Staatskasse zu füllen. Lottospiele im heutigen Format waren ab dem 09. Oktober 1955 möglich. Um exakt 16:00 Uhr wurde das erste Spiel mit der Spielformel 6 aus 49 ins Leben gerufen. Das moderne deutsche Zahlenlotto war geboren. Zum Auftakt zog ein armes Waisenkind die sechs Gewinnzahlen: 13, 41, 3, 23, 12 und 16. An eine Live-Übertragung im Fernsehen war bei diesem ersten Spiel noch nicht zu denken und auch die charmante Lottofee spielte noch keine Rolle.

Die Anzahl der Mitspieler war, verglichen mit heutigen Verhältnissen, übrigens sehr überschaubar. Gerade mal 258 000 Spieler kauften sich ein Los und sorgten damit für einen Umsatz von 515 000 DM. Natürlich entwickelte sich das Lottospiel über die Jahre immer weiter. Eigenständige Lottogesellschaften entstanden in jedem Bundesland und bis heute wurden rund 70 000 Mitarbeiter eingestellt, die in den 25 600 Annahme- und Verkaufsstellen sowie den 16 Zentralen Woche für Woche fleißig sind. Gestiegene Mitspielerzahlen wollten bei Laune gehalten werden. Um den Anreiz aufrecht zu erhalten, wurden im Laufe der Zeit Systeme wie das VEW-System entwickelt.

Passend zum damaligen Preisgefüge gestalteten sich auch die Lotto-Einsätze. Bereits mit 50 Pfennigen war man dabei. Trotzdem wurde 1959 ein Jahresumsatz von einer Milliarde DM erreich, der bis zum Jahr 1999 auf 10 Milliarden DM anstieg. Am 2. September 1956 war es dann so weit. Der erste millionenschwere Gewinn-Jubel ging durch Deutschland. Der Spieler durfte sich über eine Einzahlung von 1.043.364,50 DM auf sein Konto freuen.

Doch es ging auch anders. Im Jahr 1984 freuten sich Lottospieler auf einen Millionen-Gewinn, weil sie die Gewinnzahlen des höchsten Ranges richtig getippt hatten. Nachdem sich 69 Gewinnerinnen und Gewinner gemeldet hatten, erhielt jeder eine Summe von 8.622,41 Euro. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich auch im Mai 2003. Damals tippten 133 Spieler die gleichen Zahlen und erhielten jeder statt einer Millionensumme wenigstens sehr stattliche 26 000 Euro. Zur Vermeidung solcher Probleme können die 10 goldenen Regeln beitragen.

Die Ziehung der Lottozahlen wird bis heute in öffentlichen Räumen durchgeführt. Um einen Fehler auszuschließen, überwachen Notare und Millionen von Zuschauern vor den öffentlichen Sendern die Korrektheit strengstens. Bis zum Jahr 2013 konnte die Lottogesellschaft mit einer stolzen Fehlerquote von 0% werben, denn noch nie hatte es einen Zwischenfall gegeben.

Dann das Debakel am 03.04.2013. Die erste Lotto-Panne der Geschichte ereignete sich unter den Augen von Millionen von Zuschauern und Notaren – und niemand bemerkte es. Bei der Ziehung waren zwei Kugeln nicht in die Trommel gefallen. Die Lottozahlen wurden wie gewohnt gezogen und in einigen Wohnzimmern brandete deutschlandweit wohl Jubel auf. Erst als die Bälle nach der Sendung wieder einsortiert wurden, offenbarte sich der Fehler. Die Ziehung musste daraufhin einige Zeit später wiederholt werden. Die Kritik war natürlich groß. Shows und Fernsehsendungen berichteten von „geprellten“ Gewinnern, die zu Recht schwer enttäuscht waren, da sie keinerlei Ansprüche auf den falschen Gewinn hatten.

Insgesamt lässt sich aber sagen, dass Lotto in über 50 Jahren Tipp-Geschichte mehr als 1500 Spieler zu Millionären gemacht hat und sich dabei sogar mehr als 100 Gewinner über mehr als 5 Millionen Euro freuen durften.

Die Lottozahlen – Magie oder purer Zufall?

Der 17. Februar 2001 wurde ein besonderer Tag in der Geschichte des Lottos. David Copperfield, weltberühmter Magier, tippte bei der Sendung „Wetten, dass…?“ im ZDF die Lottozahlen im Voraus und zwar für den 13. Oktober 2001. Unter der Aufsicht von Notaren und einem Millionen-Publikum hatte der Magier im Februar einen Zettel mit den von ihm getippten Lottozahlen in eine Truhe gelegt. Zudem gab es noch eine Audio-Aufnahme, die samt Zettel in der Truhe verschwand. Noch vor Ort wurde die Truhe fachmännisch versiegelt. Zuschauer auf der ganzen Welt konnten die mit einer Kamera überwachte Truhe über das Internet beobachten. Gut verwahrt hinter Plexiglas wurde sie in der Eingangshalle des ZDF-Gebäudes aufbewahrt, wo sie auf Ihren großen Auftritt am 13.Oktober 2001 wartete. Die Truhe wurde live in der Sendung „Wetten dass…?“ geöffnet. Das sensationelle Ergebnis: Die Zahlen waren korrekt und stimmten mit den wenige Stunden zuvor gezogenen Zahlen 1:1 überein.

Eine unfassbare Aktion

Und David Copperfield behielt seine Strategie nicht für sich, sondern teilte sie mit der Öffentlichkeit: „Es gibt keinen Trick, an dem man herumknobeln kann. Es ist mehr ein Experiment und eine mentale Geschichte, ein Spiel mit Zahlen. Ich verrate jetzt mal ein Geheimnis: Sich abends ins Bett legen, sich konzentrieren, fest an sich glauben und einschlafen. Wenn man mitten in der Nacht erwacht, sofort die Zahlen aufschreiben“.

Liebe Leser, es ist also gar nicht so schwer aus 13.983.816 Möglichkeiten die richtige Kombination herauszufinden. Vielleicht sollten Sie es mal so versuchen…

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