Wirtschaftsfaktor Glückspiel – Lotteriewirtschaftskennzahlen

Lotteriespieler

Grundlagen

Dieser Beitrag setzt als logische Folge auf die Beiträge”Wirtschaftsfaktor Glücksspiel”sowie “Lotterien” auf. Als Datenquelle dient wieder die volkswirtschaftliche Studie “Glücksspielmarkt in Deutschland” des Handelsblatt RESEARCH INSTITUTE, die eine faktenbasierte ökonomische Übersicht des Glücksspielsektors in Deutschland liefert. Die Darstellung der Lotteriekennzahlen betrifft nur den regulierten Bereich, da die entsprechenden Werte des nicht-regulierten Bereiches entweder nicht bekannt sind oder sich in Deutschland nicht auswirken, da – beispielsweise – die betreffenden Spielveranstalter keine Erträge für gemeinnützige Zwecke abführen.

Lotterie-Wirtschaftskennzahlen

Auf der Basis des Beispielsjahres 2016 haben die Lotterien zusammen einen Brutto-Spielertrag von 4,4 Milliarden Euro/Umsatz 7,992 Milliarden Euro erzielt und darauf Steuern in Höhe von 1.463 Mio. Euro Steuern entrichtet. Davon entfielen auf Lotterien, die im Bereich des Deutschen Lotto- und Toto-Blocks (DLTB) veranstaltet wurden, 3,6 Milliarden Euro/Umsatz 6,98 Milliarden Euro/Steuern 1.214 Mio. Euro.  Soziallotterien erzielten einen Brutto-Spielertrag von 0,4 Milliarden Euro/Umsatz 0,61 Milliarden Euro/Steuern 58 Mio. Euro, während die Gemeinsame Klassenlotterie der Länder (GKL) und die Sparlotterien der beteiligten Banken und Sparkassen jeweils einen solchen Ertrag in Höhe von jeweils 0,2 Milliarden Euro/Umsatz 0,35 Milliarden Euro bzw. 0,052 Milliarden Euro erzielten und darauf Steuern in Höhe von 58 Mio. Euro bzw. 88 Mio. Euro entrichteten.

22,2 % der Bevölkerung haben sich im Jahre 2016 an Lotterien im geregelten Glücksspielsektor beteiligt und damit dazu beigetragen, dass 2,019 Milliarden Euro für gemeinnützige Zwecke bereitgestellt werden konnten. Der mit 15,1 % der Bevölkerung weitaus größte Anteil entfiel dabei auf Lotterien, die im DLTB-Bereich veranstaltet worden waren und sorgte für den mit 1,661 Milliarden Euro größten Anteil an Zuführungen für gemeinnützige Zwecke.  An Soziallotterien beteiligten sich 4,2 % der Bevölkerung (0,226 Milliarden Zuführung zu gemeinnützigen Zwecken), während 2,9 % der Bevölkerung ihr Glück in Sparlotterien suchten und so für weitere Zuführungen zu gemeinnützigen Zwecken in Höhe von  0,132 Milliarden Euro sorgten. Die 0,5 %  GKL-Spielerinnen und -spieler sind in diesen Werten nicht enthalten, da der maßgebliche Staatsvertrag der 16 die Lotterie tragenden Bundesländer eine Zweckbindung der erzielten Erträge nicht vorsieht. Diese und die darauf entrichtete Lotteriesteuer werden unter den Vertragsländern nach dem Verhältnis der Umsätze, die durch den Losabsatz an Spielteilnehmer(innen) mit Wohnsitz in dem jeweiligen Vertragsland erzielt wurden, zu den aus dem Losabsatz erzielten Umsätzen im gesamten Lotteriegebiet verteilt.

In den 16 Landeslotteriegesellschaften und in ihren 22.068 Aussenstellen/Annahmestellen waren rd. 88.000 Menschen beschäft. Weitere 300 Arbeitsplätze konnten im Bereich der Soziallotterien gezählt werden.

In der nächsten Woche schauen wir dann mal, wie sich der Glücksspielbereich Wetten vor diesem Hintergrund schlägt.

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