Glücksspielaufsicht untersagt Zahlungsdienstleistungen

Der Wecker soll die Zeichen der Zeit zeigen

Untersagung von Zahlungsdienstleistungen

Mit dem Beitrag “Mittel der Glücksspielaufsicht” wurde auf dieser Seite erstmals  über die Möglichkeit der Glücksspielaufsicht(en) berichtet, Geldströme zwischen Spiel-Kunden und rechtswidrig handelnden Spiel-Anbietern zu unterbinden. Erstmalig hatte die Glücksspielaufsicht des Landes Niedersachsen im Sommer dieses Jahres einem großen, international tätigen Zahlungsunternehmen derartige Zahlungsdienstleistungen untersagt. Seitdem hat sich in diesem wichtigen Sektor der Glücksspielaufsicht einiges getan.

Apple Kreditkarte: Nicht für Kryptowährung und Glücksspiel

Apple bringt eine eigene Kreditkarte, die nur in Verbindung mit einem iPhone funktioniert, mit dem Bankpartner Goldman Sachs auf den Markt. Die Nutzungsbedingungen schränken jedoch deren Verwendung ein. Die Karte darf demnach nicht für Käufe von Kryptowährungen oder Glücksspiel-Angebote verwendet werden.

Weiterhin untersagen die Nutzungsbedingungen die Verwendung der Apple Card für den Erwerb von Glücksspielchips (“egal ob physisch oder digital”), Lotterietickets, Pferderennwetten “oder ähnliche Wetttransaktionen”.

Wer die Karte für solcherlei Dinge einsetzt, muss damit rechnen, dass sie entweder gesperrt oder das Konto ganz geschlossen wird.  Ob und wann die Apple Card auch nach Europa kommt, ist bislang  allerdings unklar. (Quelle: Heise)

Prepaidverband: Sperrungen im Zusammenhang mit Zweitlotterien

Der deutsche Prepaid-Verband hat in einer Stellungnahme bekannt gegeben, dass die Mitgliedsunternehmen auf Zahlungen im Zusammenhang mit sogenannten Zweitlotterien zukünftig verzichten. Zu den Mitgliedern des Verbandes zählen etwa mastercard, paysafecard und die wirecard Bank. (Quelle: Prepaidverband)

Paypal verzichtet auf Online-Glücksspielgeschäft

Paypal hat seine Nutzungsbedingungen dahingehend geändert, dass Zahlungen für Online-Glücksspiel in Deutschland zu den verbotenen Aktivitäten gehören. Ob dies auf den zunehmenden Druck der Aufsichtsbehörden oder mit der Vielzahl von Gerichtsverfahren zum sogenannten Chargeback zusammenhängt, ist unbekannt. Diese Änderung trat zum 21. Oktober 2019 in Kraft. Mehrere Glücksspiel-Unternehmen haben ihre Kunden bereits auf diese geänderten Rahmenbedingungen hingewiesen und auf anderweitige Zahlungsarten verwiesen (Quelle: Uni Hohemheim – Newsletter Oktober 2019).

Diese Nachrichten werden sicherlich nicht die letzten ihrer Art bleiben.  Sie betreffen allerdings nicht die Spiele Lotto 6 aus 49, Glücksspirale, EuroJackpot sowie die damit im Zusammenhang stehenden Zusatzlotterien. Diese sind weiterhin völlig legal und können mit allen üblichen Zahlungsmitteln beglichen werden.

Hier kann der Beitrag angehört werden:

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