Glücksspiel Teil 2

Glücksspielautomaten

Glücksspiel über Glücksspiel

Wen wundert’s? Die Menge der Menschen auf der Erde und die Dauer ihres Daseins haben im Verlaufe des Lebens natürlich nicht nur einige, sondern etliche Arten von Glücksspielen hervorgebracht.

Sie werden je nach Lage und Laune verändert und in ihrem Fassettenreichtum ständig erweitert. Neuerdings werden einige Spiele sogar länderübergreifend gespielt. Die Globalisierung hat auch hier längst ihren Einzug gehalten.

Die wohl am einfachsten zu überschauende Unterteilung von Glücksspielen kann man sich anhand der dafür verwendeten Hilfsmittel merken. Hier kamen und kommen vor allem die folgenden zum Einsatz:

Münzen, Würfel, Figuren, Steine, Kugeln, Karten, Zahlen.

Aber auch die Spielweise macht oft einen gut merkbaren Unterschied sichtbar. Danach kennen wir:

Gesellschaftsspiele, Lotterien, Wetten, Spiele über Spielautomaten.

Die Absichten der Spieler, die gesellschaftlichen Umstände und die benutzten Hilfsmittel bei allen Spielen mit dem Glück haben die ganz speziellen Wesenszüge der einzelnen Spiele entfaltet und die Spiele verbreitet.

Je nach persönlichen Vorlieben und finanziellen Mitteln spielt ein jeder was er mag und kann. Neben dem eigentlichen Spielverlauf sind es auch Faktoren wie das Risiko oder der Reiz des Unbekannten, die das Spielen bei Alt und Jung beliebt machen.

Unterscheidung von Glücksspielen

Sie sind im Verlauf ihrer Entwicklung aber auch ganz stark von geltenden Gesetzen geprägt worden. Dadurch sind wesentliche Spielzüge und die Resultate dessen näher bestimmt worden. Das machte es möglich, die einzelnen Spiele unterscheiden zu können.

Wenn man bedenkt, wie oft herrschende Mächte Spiele verboten oder für andere Gruppen privilegiert haben, wie oft Verbote bestanden haben und wieder aufgehoben wurden, dann wird sehr deutlich, dass dem Menschen das Spielen nicht erfolgreich verboten werden kann. Ein Spieltrieb gehört zu seinem Wesen. Zum Nachlesen an dieser Stelle eignet sich der Blog-Beitrag Glücksspiel Teil 1.

Dies akzeptierend, entwickelten sich zunehmend juristische Festlegungen von erlaubten und unerlaubten Spielen innerhalb der Gesellschaft und unter den Menschen selbst mehr Routine im Umgang mit den Glücksspielen.

Das trifft ebenso für die verbotenen zu, denn es gibt immer Menschen, die die Gruppen-Regeln nicht akzeptieren werden. Im Gegenzug reagiert die Rechtsprechung wieder auf derartige Verstöße mit entsprechenden Sanktionen und Maßnahmen. So entwickelt sich dann auch das Recht fort.

So wie sich im Rahmen einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung einzelne Fach- und Forschungszweige entfalten, so gibt es auch unterschiedliche Ansichten zum Thema Glücksspiel, seinen Grundzügen und Auswirkungen.

Hilfreiche Abgrenzungen

Das sind entweder spieltheoretische oder rechtliche Abgrenzungen. Erstere erfolgen aus Sicht eines Spielers, letztere aus Sicht des Rechts.

Die Sicht eines Spielers unterscheidet kombinatorische, strategische und reine Glücksspiele.* Die rechtliche Sicht will reine Glücksspiele von anderen abgrenzen.* Das ist auch deshalb besonders wichtig, weil es bei Auseinandersetzungen einer rechtlichen Basis bedarf. Diese zu schaffen und zu entwickeln ist Aufgabe des Rechts.

(*Quelle https://de.wikipedia.org/Glücksspiel)

Um Glücksspiele von anderen Spielen zu unterscheiden, werden verschiedene Rechtsnormen verwendet. Nach Rechtsstreitigkeiten geben auch die erlassenen Urteile hinreichend Aufschluss darüber, wie die Gesellschaft mit bestimmten Sachverhalten des Glücksspiels umgehen will.

Was ist Glücksspiel per Definition?

Die grundlegende deutsche Norm in diesem Zusammenhang ist:

  • 3 Abs. 1 Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV).

Er bestimmt, was ein Glücksspiel nach deutschem Recht ist.

„Ein Glücksspiel liegt vor, wenn im Rahmen eines Spiels für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt. Die Entscheidung über den Gewinn hängt in jedem Fall vom Zufall ab, wenn dafür der ungewisse Eintritt oder Ausgang zukünftiger Ereignisse maßgeblich ist. …“

(Quelle http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de)

Dieser Begriffsbestimmung nach werden dabei Zufallsentscheidungen im Spielverlauf unterstellt und Entscheidungskombinationen und Spielverlaufsinformationen durch die Spieler ausgeschlossen.

„Der GlüStV ist ein Staatsvertrag zwischen allen 16 deutschen Bundesländern, der bundeseinheitliche Rahmenbedingungen für die Veranstaltung von Glücksspielen schuf. Er trat in seiner ursprünglichen Fassung am 1. Januar 2008 in Kraft. Am 31. Dezember 2011 trat er jedoch wieder außer Kraft, da die Ministerpräsidenten der Länder seine Fortgeltung über dieses Datum hinaus nicht beschlossen hatten (§ 28 Abs. 1 Satz 1 GlüStV a. F.). Gleichwohl galten seine wesentlichen Bestimmungen in den Ländern – mit Ausnahme Schleswig-Holsteins – als landesgesetzliche Bestimmungen bis zum Inkrafttreten eines neuen Staatsvertrages fort. Das beruhte auf Vorschriften in den Ausführungsgesetzen zum Staatsvertrag in den einzelnen Ländern.[1] Zudem trat 2012 der Erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag (1. GlüÄndStV) in Kraft. Ihn sollte 2018 der Zweite Glücksspieländerungsstaatsvertrag (2. GlüÄndStV)ablösen. Sein Inkrafttreten scheiterte jedoch daran, dass ihn nicht alle Bundesländer ratifizierten.“

(Quelle https://de.wikipedia.org/Glücksspielstaatsvertrag)

Allein der hieraus resultierende Rechtsstand ist für den Bürger gar nicht so einfach zu ersehen. Wie soll er dann im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung rechtzeitig wissen, was erlaubt ist und was nicht. Zudem ist die Menge an Angeboten und Anbietern, seriös oder nicht, kaum noch zu übersehen.

Hier kann der Beitrag angehört werden:

 

 

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